Augenoperation: Was zahlt die Krankenkasse beim Grauen Star?

Zu den häufigsten Augenerkrankungen, vor allem im reiferen Alter, gehört der Graue Star, auch als Katarakt bezeichnet. Die Linse des Auges trübt sich, Sie können nicht mehr klar sehen, unbehandelt führt die Erkrankung zur Erblindung. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich, doch ist im Anfangsstadium eine Behandlung mit Laser möglich. Im fortgeschrittenen Stadium hilft nur noch eine Operation, die getrübte Linse wird entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Bevor Sie sich für eine Operation entscheiden, sollten Sie sich über die Kostenübernahme durch die Krankenkasse informieren.

Kostenübernahme bei gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Augenoperation, wenn sie medizinisch notwendig ist. Doch die Definitionen sind recht schwammig und unterscheiden sich, je nach Krankenkasse. Eine gute gesetzliche Krankenkasse können Sie im Internet finden, denn dort können Sie einen Vergleich vornehmen.

Sogar Früherkennungsuntersuchungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, beispielsweise die Augendruckmessung zur Erkennung des Grünen Stars. Eine Operation am Grauen Star kann ambulant oder stationär vorgenommen werden; Sie entscheiden selbst, ob Sie nach dem Eingriff gleich wieder nach Hause möchten oder ob Sie im Krankenhaus zur Beobachtung bleiben wollen. Der Linsentausch beim Grauen Star wird als medizinisch notwendig anerkannt, also können Sie mit der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse rechnen. Die medizinische Notwendigkeit ist darin begründet, dass sich die dadurch entstandene Fehlsichtigkeit nicht durch das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen ausgleichen lässt und dass Sie aufgrund dieser Fehlsichtigkeit Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Hinzu kommen Kosten für die Vor- und Nachsorge, die von der Krankenkasse übernommen werden.

Ob die Kosten für einen stationären Aufenthalt bei einer Operation des Grauen Stars von der Krankenkasse übernommen werden, hängt von der Krankenkasse ab.

Kostenübernahme bei privaten Krankenkassen

Die Leistungen der privaten Krankenkassen sind deutlich besser als bei den gesetzlichen Krankenkassen, doch können Sie verschiedene Tarife wählen und individuelle Leistungen vereinbaren. Entscheiden Sie sich beispielsweise, die Operation mit stationärem Aufenthalt durchführen zu lassen, und wünschen Sie dazu ein Einzelzimmer und die Chefarztbehandlung, so können Sie das individuell in Ihrem Tarif vereinbaren.

Nicht jeder hat allerdings die Möglichkeit, Mitglied in einer privaten Krankenkasse zu werden. Sie können in diesem Fall eine private Zusatzkrankenversicherung abschließen, bei der Sie deutlich bessere Leistungen erhalten. Dabei können Sie individuelle Leistungen wie die Chefarztbehandlung vereinbaren, ebenso können Sie die Versorgung mit Brillen oder Kontaktlinsen vereinbaren, die nach einer Operation eventuell erforderlich ist.

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